Modul Englisch Hörverstehen

Das Hörverstehen vereinigt als rezeptive Sprachkompetenz die Wahrnehmung, das Verstehen, Interpretieren und Reflektieren von sprachlichen Äußerungen und ist damit Grundbedingung für jegliche sprachliche Interaktion. Etwas hörend zu verstehen, verlangt außerordentlich differenzierte Prozesse bei den Schülerinnen und Schülern, die mit einer Vielzahl an Textsorten und kommunikativen Kontexten konfrontiert werden.
Das Fähigkeitskonstrukt als Grundlage der Testentwicklung in DESI benennt verschiedene Komponenten, die das Hörverstehen bestimmen und es als eigenständige Kompetenz erkennbar machen. Mit Komponenten sind in diesem Kontext unterschiedliche Wissensbereiche gemeint, die beim Hörverstehen aktiviert werden müssen (auditive, semantische, syntaktische, pragmatische und Weltwissens- Komponenten).
Innerhalb des Fähigkeitskonstrukts lassen sich Teilkompetenzen (Leistungsdimensionen) beschreiben und entsprechende Merkmale ableiten, die die Entwicklung der Aufgaben in den Hörverstehenstests theoretisch lenken. Hier entsteht eine Schnittstelle zwischen der DESI-Testkonzeption und den Überlegungen zu kommunikativen Aktivitäten und Strategien des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.
(vgl. Europarat 2001. Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen: Lernen, Lehren, Beurteilen. Berlin: Langenscheidt, S. 62-92)